Bericht der UWV-Internetredaktion


27.06.2017 - Bericht: Internetredaktion Klara

Atomkraft – nicht mit uns


Am Sonntag machten sich tausende Bürgerinnen und Bürger auf den Weg zur Menschenkette von Aachen nach Tihange, um gegen den fortlaufenden Betrieb der Kraftwerke dort und in Doel zu demonstrieren. Plakate und Fahnen mit der Aufschrift „Atomkraft – nein Danke“ oder „Keiner lächelt, alle strahlen“ oder „Nur die Sonne darf strahlen“ zeigten die Meinung der Teilnehmer. Wie kann es sein, dass Menschen und Natur einem solchen Risiko ausgesetzt werden, nur weil sich sehr viel Geld mit einem Atommeiler verdienen lässt? Haben die Betreiber die Auswirkungen von Tschernobyl 1986 oder Fukushima vor wenigen Jahren schon vergessen? Interessiert sie die zunehmende Zahl an Rissen überhaupt nicht und denken Sie wirklich, wir glauben ihre Reden, dass diese Art Energie herzustellen beherrschbar und gefahrlos ist? Wenn alles so sicher ist, warum weiß noch kein Mensch, was mit den Atomabfällen, die seit vielen Jahren in der Asse und sonst wo vor sich hin verrotten, geschehen soll und wie sie - ohne gesundheitliche Risiken in Kauf zu nehmen - entsorgt werden können? Strahlende Aussichten für die kommenden Generationen.

Auch UWV-Mitglieder der Ortsverbandes Mechernich nahmen teil.

 


Bericht der UWV-Internetredaktion


18.04.2017 - Bericht: Internetredaktion Klara

Landtagswahl 2017


Nun hängen sie wieder, die Plakate, obwohl viele Bürger sehr genau wissen, dass die Botschaften noch lange keine praktische Umsetzung bedeuten, sondern zunächst nur Werbung sind, die hoffentlich wenigstens dazu führt, dass die Wahlbeteiligung hoch sein wird.

Denn mal im Ernst: Sind wir nicht alle für mehr Familienzeit, gegen Umweltverschmutzung, für gerechte Löhne, gegen Krieg, für Frieden, bessere Integration und soziales Miteinander? Und wenn eines der Plakatthemen nach der Wahl im politischen Alltag schließlich angepackt, diskutiert, beraten und vielleicht sogar eine Lösung erreicht wird, dann doch nur, wenn die gewählten Politiker zusammenstehen, wenn also eine klare Mehrheit überhaupt einen Beschluss, eine Verordnung, ein Gesetz möglich macht. Eine Partei alleine kann da gar nichts ausrichten. Und wie oft haben wir es erlebt, dass im Wahlkampf munter ausgeteilt wurde und zwei oder gar drei Parteien sich hinterher in einer Koalition mehr oder weniger gut verstanden, zumindest aber für die alltägliche politische Arbeit zusammentaten und die Ministerposten unter sich aufteilten. Spätestens dann verwischt sich das vorher so plakativ Formulierte, denn es müssen Kompromisse geschlossen und mehrheitsfähige Formulierungen gefunden werden.

Wir hoffen also mal, dass alle, die wir wählen, demokratisch denken und handeln, zur Zusammenarbeit willens und fähig sind, dass sie den Blick über den parteiinternen Tellerrand richten hin zu so dringend notwendiger Problembewältigung, die nur gemeinsam gelingen kann.